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Was genau bedeutet effektiver Jahreszins?

Der effektive Jahreszins ist bei den Krediten eine feste Größe, die in Prozent angegeben wird und dem Kreditnehmer die Möglichkeit eröffnet, Kreditangebote miteinander zu vergleichen. Das heißt ein Kreditangebot über 10.000 Euro zum Beispiel mit einem effektiven Jahreszins von 4,9% und einer Laufzeit von 36 Monaten kostet bei jeder Bank immer die gleichen Zinsen und Gebühren. Der effektive Jahreszins beinhaltet die Kosten für den Kredit, also die Nominalzinsen und die Bearbeitungsgebühren, die der Kreditnehmer zu entrichten hat.

Nun hat es sich in der Vergangenheit eingebürgert, dass die Banken in der Werbung um die Gunst der Kunden, ihre Kredite zu sehr niedrigen effektiven Jahreszinsen bewerben, um die Kunden anzulocken. Oft ist schon in der Werbung der effektive Jahreszins mit einem “*” gekennzeichnet oder mit dem Wort “ab” und es wird darauf hingewiesen, dass dieser Zins nur in Abhängigkeit von der Bonität gewährt wird. Diese Tatsache erschwert dem Kreditsuchenden wieder den Vergleich der Angebote. Er muss, um zu erfahren, wie die Bank seine Bonität bewertet, ein persönliches Angebot einholen. Dann kommt oft das böse Erwachen, denn ein mit 3,9% effektivem Jahreszins beworbener Kredit wird dem Kunden dann im persönlichen Angebot mit 10,0% offeriert. Als Begründung muss die Bonitätsbewertung herhalten. Der Kreditnehmer wird nicht konkret erfahren, warum und er wird auch kaum einen Kunden kennenlernen, der den beworbenen Zinssatz auch tatsächlich erhält.

Somit ist der kostenbewusste Kreditnehmer gezwungen, bei der Suche nach einem günstigen Kredit mehrere Angebote einzuholen und dann aus diesen Angeboten für sich das persönlich Beste herauszufiltern. Über den höheren effektiven Jahreszins sichern die Banken sich ein höheres Risiko ab.

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