Hypotheken Kredite
Beim Kauf oder Neubau einer Immobilie ist die Finanzierung des Ganzen eine der zentralen Fragen. Bausparkassen, Banken und Online-Portale helfen hier, einen ersten guten Überblick zu bekommen. Für die individuellen Bedürfnisse eines Bauherren ist es jedoch in der Regel recht sinnvoll, wenn man sich dazu auch individuell beraten lässt. Damit das gut gelingen kann, muss der Bauherr mindestens drei Aspekte der Finanzierung berücksichtigen. Zum einen ist es wichtig zu wissen, was ein Haus denn überhaupt kosten wird. Hierbei hilft in der Regel der Bauprojektträger oder aber der Architekt. Zusätzlich zu den Kosten, die einem hierbei genannt werden, sollte man einen zusätzlichen finanziellen Puffer von zehn bis 20 Prozent einplanen, um am Ende nicht böse überrascht zu werden. Zusätzlich muss man berücksichtigen, dass auch Gebühren anfallen, wenn man ein Haus kauft oder baut. Zum anderen sollte man wissen, über wie viel Eigenkapital man zum Baubeginn verfügt - hier heißt es: Kassensturz! Welches Sparvermögen ist vorhanden, welche Aktien können gut verkauft werden und wie viel Zeit kann als Eigenleistung eingeplant werden? Auf diese Fragen sollte man realistische Antworten parat haben. Ebenso wie auf die dritte Frage: Wie viel kann ich monatlich für Zins und Tilgung aufbringen.
Auch hier gilt: Ehrlichkeit sich selbst gegenüber hilft, die Baufinanzierung solide zu planen. Banken erteilen dem Bauherrn dann ein Hypothekendarlehen. Das heißt, dass das Haus als Sicherheit für die Bank gilt, sollte dieses Darlehen eines Tage - warum auch immer - durch den Bauherren nicht mehr bedient werden können. Als Kriterien zur Beurteilung eines Hypothekendarlehens gelten: Der effektive Zinssatz (Nominaler Zins zzgl. etwaiger Gebühren), die Kreditlaufzeit (bei niedrigen Zinsen sollte sie lange gewählt werden; bei hohem Zinsniveau sollte man lieber eine kurze Laufzeit wählen) und die Möglichkeit zu Sondertilgungen.
Hypotheken Kredite erfolgen in der Regel als Annuitätendarlehen. Die zeichnen sich dadurch aus, dass die monatliche Belastung während der gesamten Kreditlaufzeit gleich bleibt. Diese Belastung summiert sich aus den Tilgungen (mindesten ein Prozent der Darlehenssumme pro Jahr) und den Zinszahlungen. Im Zeitablauf verbessert sich das Verhältnis zwischen Zins und Tilgung zugunsten der Tilgungen. Da nach Laufzeitende des Hypothekendarlehens häufig noch eine Restschuld besteht, empfiehlt sich der rechtzeitige Abschluss eines Bausparvertrages, um sich auch für die Zukunft vergleichsweise niedrige Darlehenszinsen zu sichern.
