Versicherungsdarlehen
Eine Immobilie lässt sich auch über eine Lebensversicherung finanzieren, aber das Versicherungsdarlehen wird von Experten immer nur Immobilienkäufern empfohlen, die das Objekt nicht selbst nutzen wollen.
Beim Versicherungsdarlehen gibt die Versicherungsgesellschaft an den Darlehensnehmer ein Hypothekendarlehen und in diesem Zusammenhang wird parallel zur Tilgung der Hypothek eine Lebensversicherung abgeschlossen über die Laufzeit des Darlehens. Diese wird dann bespart und mit der Auszahlungssumme der Lebensversicherung wird am Ende das Hypothekendarlehen getilgt. Bei dieser Darlehensform zahlt der Darlehensnehmer während der Laufzeit nichts zurück, die Schuld bleibt bestehen und wird mit Zinsen berechnet, die der Darlehensnehmer zahlen muss. So kann bei einem Darlehen von 150.000 Euro bei einem Zinssatz von 7 Prozent eine monatliche Belastung entstehen, die etwa 900 Euro entspricht nur allein durch die Zinsansammlung. Zusätzlich muss der Darlehensnehmer die Lebensversicherung besparen. Das Ganze dauert so lange bis in der Lebensversicherung genügend Kapital ist, um das Darlehen komplett zu tilgen.
Durch die bei der endfälligen Tilgung fehlende Tilgung zwischendurch bleibt die Zinsbelastung immer während der Besparung der Lebensversicherung (gleich) hoch. Das ist vor allem für Vermieter von Immobilien interessant, weil diese die Zinszahlungen als Aufwand ansetzen und mit den Mieteinnahmen verrechnen können. Für Besitzer selbst genutzter Immobilien lohnt sich eine derartige Konstruktion eher nicht, da diese die Zinsen nicht absetzen können.
