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Zinsbindung

kredite-magazin.net am 28. September 2010 – 20:58Keine Kommentare

Unter Zinsbindung versteht man den Zeitraum, über den bei einem Darlehensvertrag die zwischen der kreditgebenden Bank und dem Kreditnehmer vereinbarten Zinsen festgeschrieben und damit unveränderlich sind. Die Dauer der Zinsbindung spielt vor allem im Zusammenhang mit sogenannten Hypothekenkrediten eine wichtige Rolle. Bei anderen Darlehensformen gibt es stattdessen keine frei vereinbare Zinsbindung. So sind beispielsweise die Zinsen bei Dispositionskrediten grundsätzlich variabel, bei Ratenkrediten grundsätzlich fest vereinbart und über die gesamte Laufzeit unveränderlich.

Die Zinsbindung entscheidet maßgeblich darüber, wie planbar die Kosten sind, die im Zusammenhang mit der Aufnahme eines Kredites stehen. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen macht es in der Regel Sinn, einen Kredit mit möglichst langer Zinsbindung zu vereinbaren. So lässt sich geschickt vermeiden, dass nach dem Ende der Zinsbindungsfrist hohe Zinsen für die Anschlussfinanzierung gezahlt werden müssen, wenn sich die allgemeine Marktzinssituation zum Nachteil des Kreditinteressenten entwickelt hat.

Die Dauer der Zinsbindung wirkt sich aber natürlich nicht nur auf die Planbarkeit des Darlehensverlaufes aus, sondern hat auch eine unmittelbare Auswirkung auf die Konditionen des Kreditvertrages. Wer beispielsweise in einer Niedrigzinsphase eine sehr lange Zinsbindung (z.B. 20 Jahre) vereinbaren will, der zahlt in der Regel deutlich höhere Zinsen als jemand, der nur eine Zinsbindung von fünf Jahren wünscht. Auch wenn es verlockend erscheint, sich für den Kredit mit der kurzen Zinsbindung erscheint, lohnt es sich langfristig fast immer, wenn man sich für eine lange Zinsbindungsdauer entscheidet. In diesem Zusammenhang spielen aber auch die Risikoneigung und die finanziellen Möglichkeiten des Kreditinteressenten eine nicht unerhebliche Rolle.

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